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Über mich

die KURZFASSUNG:

  • Matura
  • Kolleg für Kunsthandwerk und Design an der Glasfachschule in Kramsach / Tirol
  • Speziallehrgang für Grafik und Design / Goethestrasse Linz
  • Meisterklasse Goethestrasse / Linz
  • seit 1996: Werbegrafik
  • ab 1997: Lichtdesign für die industrielle Produktion
  • ab 2000: Intensive Ausbildung zur Goldschmiedin
  • ab 2003: Direct art: Lichtdesign für individuelle Auftraggeber
  • ab 2018: Atelier Bombardi:
    Atelier für Licht und Schmuck – hier entstehen nun besondere Objekte und handgefertigte Unikate für besondere Menschen…

und wer viel Zeit hat und gerne liest: die LANGVERSION

Was willst du denn einmal machen, wenn du groß bist?
Diese Frage wird sicher jedem Kind einmal gestellt….ich wusste es!
ICH WILL WAS MIT METALL UND ZEICHNEN MACHEN!
UND ICH WILL GOLDSCHMIED WERDEN!!!

Die Idee war schon mal gut, aber der Weg dort hin verlief – wie bei vielen in der Kreativbranche Tätigen kurvig und hatte auch Umwege parat. Natürlich ist kein Weg umsonst, denn von jeder Abzweigung und jedem Ausflug in ein mir zunächst fremdes Metier habe ich etwas für mich mitgenommen. Man lernt nichts umsonst…


1991 – Das fängt ja gut an…

Angefangen hat es mit einer soliden Matura bei den Ursulinen in Klagenfurt.
Danach führte mich meine erste Station ins schöne Tirol…ich besuchte das Kolleg für Kunsthandwerk und Design an der Glasfachschule Kramsach. Hier habe ich die Grundlagen des zwei- und dreidimensionalen Designs und der dazugehörigen praktischen Umsetzung in den diversen Werkstätten erlernt.
Dazu gehörten neben verschiedenen traditionellen und modernen Glasbearbeitungstechniken (Glasmalerei, Kunstverglasung, Glasschleiferei, Glasfusing, UV-Klebetechniken für Glasmöbel und etliches mehr) die Gürtlerei (Metallverarbeitung) und meine Lieblingswerkstatt: das Emaillieren.
Hier entdeckte ich auch meine Liebe zum Metall und zur Schmuckgestaltung wieder neu.
Ergänzend dazu erarbeitete ich mir erste Grundkenntnisse der Grafik, Fotografie und des praktischen Produktdesigns.

Das Ende dieser Ausbildung war zwar nach zwei Jahren gekommen, doch die Neugierde war geweckt: Ich wollte unbedingt noch viel mehr experimentieren, neue Techniken erlernen, neue Verfahren ausprobieren und die bereits gemachten Erfahrungen in den einzelnen Werkstätten vertiefen.


1993 – Grafische Prägung

Doch die Entwicklung führte vorest in eine andere Richtung.
„Kind lern was Gscheids, mit dem du auch Geld verdienen kannst!“ Nun gut, nach einiger Bedenkzeit fiel meine Wahl dann auf „die Grafik“ in Linz. Dort soll es ja angeblich beginnen.
Und dort begann tatsächlich ein neuer Abschnitt: Grafik, „Computergestütztes Grafikdesign“ – was ganz Neues mit den damals sensationellen ersten bunten (!!!) IMacs arbeiten zu können – Entwurf und alle ihre Grundlagen: Logos, Schriften und Werbematerialien selbst mit der Hand und am PC zu entwickeln, ein Gefühl für Schwünge, Kurven und Linien zu bekommen, Diskurse zu erkennen und einzusetzen, Semiotik und Semantik – neue Welten taten sich auf.
Ausflüge in die Malerei und den Siebdruck erfüllten den handwerklichen Teil.
Und dann die Exkursionen in die Schwarz-Weiß Fotografie: Banges Warten in der Dunkelkammer bis das perlweiße seidenmatte Ilford-Papier aus der Entwicklerflüssigkeit genommen werden konnte – Wie ist die Aufnahme geworden? Unterbelichtet? Passt die Tiefenschärfe? Muss noch mal nachgearbeitet werden? Jedesmal ein Abenteuer.
Wer kann sich diesen Nervenkitzel heute noch vorstellen?
Heute reicht ein Tippen auf den Auslöser des Handys und du siehst SOFORT ob das Bild gut geworden ist, der Ausschnitt passt und das Motiv ruhig gehalten hat! Damals völlig unvorstellbar…

Und weil mich das alles so fasziniert hat, absolvierte ich in Linz auch noch die Meisterklasse zur Diplomgrafikerin und schloss damit meine Ausbildung ab.
Der Weg schien vorgezeichnet: Ich werde zukünftig als Werbegrafikerin arbeiten.
Und um das gleich in die Tat umzusetzen war mein erster Weg nach Salzburg in eine Werbeagentur. Lang hielt ich es aber in der Mozartstadt nicht aus und durch einen glücklichen „Zufall“ fand ich langsam zu meiner wahren Berufung: Design und Produktentwicklung.


1997 – Zurück in der Dreidimensionalität

Um von der Zweidimensionalität der Grafik wieder ins Dreidimensionale zu wechseln, musste ich auch das Bundesland wechseln. Zurück nach Kärnten, was mir gar nicht so schwer fiel – obwohl: eigentlich wollte ich ja weg! So richtig weit weg – nach USA, Großbritannien oder zumindest Italien. Aber das sollte erst später kommen…
Vorerst landete ich völlig ungeplant bei einem der größten Leuchtenhersteller Österreichs – in Kärnten.
Aufgabenbereich: Vom Entwurf (ah, gut, das kann ich!), über die Entwicklung (ja, bekomme ich hin…) bis zur Nullserienproduktion und dem Musterbau (gemeinsam mit meinem tollen Team an versierten Musterbauern, echten Experten an der Drehbank und dem Schweißgerät) bis zur Produktfotografie und dem Erstellen von Verkaufsunterlagen.
Plötzlich war meine grafische Ausbildung sehr von Nutzen. Und die in den Tiroler Werkstätten gemachten Erfahrungen kamen mir auch zu Gute – siehe oben: Man lernt nichts umsonst…
Und so blieb ich viele Jahre im Lichtdesign und entwickelte unzählige Leuchtenserien für den Leuchten- und Möbelhandel.
Wie weit dieses seine Kreise zogen, wurde mir schlagartig bei einem Einkaufsbummel durch einen Ikea-Store klar:
Entdeckte ich doch ebendort MEINE von mir entwickelte Kinderleuchtenserie (die FUNNY FRIENDS – kleine Spots in Form von Bienen, Marienkäfern, Libellen und Schmetterlingen) im Sortiment!
Tja, so funktioniert Globalisierung! Aber dieses wies in eine neue Richtung: Go International…


2003 – Neue Ufer

Und so wagte ich dann doch irgendwann den Sprung in die Selbstständigkeit. Ich arbeitete darauf hin für Europas größten Leuchtenhersteller, für internationale Kunden und Produzenten in China. In Europa und China direkt vor Ort. Eine extrem spannende Zeit, in der ich auch endlich das verwirklichen konnte, was ich zu Anfang bereits wollte: in der Welt herum zu reisen!
Und ganz nebenbei realisierte sich ein weiterer Herzenswunsch: Durch meine Selbstständigkeit konnte ich bei meinem Mann, einem gelernten Goldschmied, Grafiker und Produktdesigner (welch weiterer glücklicher „Zufall“!) das lernen, was ich mir bereits als Kind gewünscht hatte: Die Goldschmiederei.


Angekommen: Emotionales Licht …

Und so kam es, dass ich nun genau das tue, was ich liebe:
Ich darf mich mit Licht UND Schmuck beschäftigen – entwerfen, planen, umsetzen, bauen, schweißen, löten, montieren…
Das abwechslungsreiche Spiel von Licht und Schatten hatte mich schon seit jeher fasziniert. Aber im Industriedesign, wie ich es bisher gemacht hatte, zählten völlig andere Parameter: Palettengrößen geben Lustergrößen vor! Schraubentypen bestimmen den Einsatz von Dekorteilen, nüchterne Kostenrechnung das Aussehen des Beleuchtungskörpers.

Doch ich möchte Licht so gestalten, wie ich es sehe. Wie meine KundInnen es sehen. Emotionales Licht!
Licht, das einen Raum aufwertet, das Farben und Augen zum Leuchten bringt. Das ein Highlight setzt, oder dezent für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Das mit den BewohnerInnen mitlebt: Einmal strahlend hell, dann elegant gedimmt…
Ziel meiner jetzigen Arbeit ist das Schaffen von Stimmungen durch die Veränderung von Lichtsituationen. Das Erzählen von Geschichten und das Erreichen von verblüffenden Effekten durch das harmonische Zusammenspiel von Licht, Material und Form. Licht ist Leben (die richtige Lichtmenge ist für das gesundheitliche Wohlbefinden essentiell) – und das darf die BetrachterIn sehen, spüren und fühlen.

Und um auch die ausgefallensten Ideen umzusetzen, arbeite ich u. a. mit hochwertigsten translucenten, antistatischen, Temperatur- und UV-beständigen Spezialfolien. Dieses einmalige Material (einige Folien wurden speziell für meine Anforderungen in limitierten Auflagen entwickelt) ermöglicht die nahezu unbegrenzte Umsetzung von Ideen und Themen.
Funkelnder Kristall oder ausgesuchte Hölzer, Auflagen aus Blattgold oder Silber verleihen dem einen oder anderen Lichtobjekt einen ganz eigenen Zauber – geben ihm eine Seele…
In jedem Fall sind all diese Unikate mit viel Liebe zum Detail in unserem Atelier am Wörthersee von Hand gefertigt.


… und Schmuck, der Geschichten erzählt

Ähnlich wie beim Thema Licht hat sich auch die Anfertigung von Schmuck in eine sehr individuelle Richtung bewegt.

Die Grundlagen dazu hatte ich bereits während meinen diversen Ausbildungen gelegt, doch richtig mit der Materie befasst hatte ich mich erst in der engen Zusammenarbeit mit meinem Mann.
Experimentieren, alte Techniken zu lernen und die dann mit neuen Methoden und Materialien zu kombinieren ergibt nicht nur Spannung sondern ein unerschöpfliches Repertoire an neuen Möglichkeiten. Ich hätte nie erwartet, daß eine der ältesten Gusstechniken (Guss in verlorener Form) so viele Möglichkeiten eröffnet! Was einst schon die Kelten genial einzusetzen wussten, bildet nun die Basis der „NATURART“ Kollektion.
Und wie sehr Licht und Schmuck einander befruchten, entdeckte ich beim Experimentieren mit Chirurgenstahl: Bei der Entwicklung federleicht schwebender Lichtobjekte entstanden plötzlich hauchzarte Schmuckstücke – die „FEDERLEICHT“ Kollektion war geboren.

Und nicht zuletzt sollte ich auch das solide Handwerk des Goldschmieds erlernen: Wie Metall in die gewünschte Form gebracht wird, war das eine. Doch wie verarbeite ich Steine, die nicht konventionell gefasst werden können? Traumhaft schöne Mineralien, Kristalle und Rohsteine – meine absoluten Lieblinge!
Was die Natur so unglaublich vielfältig und wunderbar gestaltet, möchte ich so weit es möglich ist unberührt belassen.
Und so entwickelten wir gemeinsam ein Verfahren, das genau das ermöglicht: Zeitlose Unikate, Schmuck mit Rohsteinen der formal linear erscheint und dessen Zauber durch die natürliche Schönheit der verwendeten Steine entsteht.
Inspiriert durch meine außergewöhnliche Urgroßmutter trägt diese Linie den Namen „Contessa Bombardi“.

Und so entstehen immer wieder völlig unerwartete Schmuckstücke, wenn die Geschichten der zukünftigen TrägerIn, teilweise ungewöhnliche Materialien und inspirierende Ideen zu einem ganz individuellen Unikat verschmelzen.
Denn es geht dabei nicht um den materiellen Wert der verwendeten Steine oder Metalle, sondern um die zugrunde liegende Idee:
die Geschichte des Stückes macht schließlich den emotionalen Wert jedes Unikates für die TrägerIn aus.

Ich sehe Schmuck nicht als belanglose – und schnelllebigen Trends unterworfene – Dekoration.
Schmuck kann weit mehr: Ideen transportieren, emotionalen Halt geben, einen Anker setzen und somit zu einem Statment der eigenen Weltanschauung werden.

Und was gibt es Schöneres als all das umsetzen zu dürfen? Jeden Tag neu, jeden Tag anders!